Zurüstsatz Bremse - Montageanleitung |
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Dieser Bausatz erweitert einen HFB Unterwagen um eine
funktionierende Handbremse. Dem Bausatz liegen alle dafür
notwendigen Bauteile bei, benötigt wird wieder elementare
Heimwerkergrundausstattung (Dremel, Schlüsselfeilen,
Winkel,...), ebenso Innensechskantschraubendreher SW 2 für die M
1,2 Schrauben / Muttern. Auch hier werden einige Teile weich
gelötet, jedoch ist hier nicht immer ein Flammlötgerät die
richtige Wahl.
Vorbereitend werden von dem aufzurüstenden Unterwagen alle
Weißmetallteile entfernt, um diese vor Beschädigungen durch die
nachfolgenden Lötvorgänge am Unterwagen zu bewahren. Auch
müssen zuerst wieder die Kleinteile aus dem Ätzblech des
Bausatzes vorsichtig herausgetrennt werden.

Bremsklotzträger (20), Umlenkhebellagerbock (28),
Haltebügel (25) sowie die Teile 21 - 23 des Zuggestänges werden
an den angeätzten Linien in Form gebogen:

Im nächsten Schritt wird das gesamte Hebelgestänge (Teile 20 -
24) zusammengesetzt. Die Schraubverbindgungen sollten dabei
soweit angezogen werden, so daß sich das Gestänge noch
leichtgängig bewegen läßt. Die Schraubenköpfe kommen auf die
Oberseite.

Danach können auch schon die Bremsklötze auf die
Bremsklotzträger (20) geschraubt werden. Die zu langen Gewinde
der Schrauben werden, nachdem die Gewindeverbindungen
versiegelt wurden (Schraubensicherungslack, o.ä.), angemessen
gekürzt.
Nun müssen aber erst einmal die Aufhängungen für die gebogenen
Hängeeisen (7) (Bestandteil des Unterwagenbausatzes) in den
Unterwagenrahmen angebracht werden. Stecken Sie hierzu 4
Schrauben durch die dafür vorgesehenen Löcher in den
Rahmenlängsträgern und schrauben diese mit je einer Mutter
fest. Jetzt werden darauf die Hängeeisen gesteckt und mit einer
weiteren Mutter gegen Herunterfallen gesichert. Auch diese
Schraubverbindgungen sind mittels Schraubensicherungslack gegen
unbeabsichtigtes Lösen zu fixieren - ein Tropfen Lötzinn geht
auch, stellt aber gleichzeitig eine sehr "dauerhafte"
Lösung dar.

Der Umlenkhebellagerbock (28) wird an der eingeschnittenen Seite
abgewinkelt bzw. "umgebörtelt". So an der Unterseite
der Pufferbohle "angeclipst", läßt er sich bequemer
anlöten. Es ist wichtig, daß dieser gerade fluchtend und mittig
unter dem Puffer zu liegen kommt und der Lötvorgang dann zügig
erfolgen kann, um benachbarte Lötstellen nicht zu
beeinträchtigen. Gleichzeitig sollten die Winkel im Bereich der
Biegekanten mit etwas Lötzinn stabilisiert werden.

Wenn wir schon dabei sind und die Pufferbohle gerade warm ist,
wird in diesem Zuge an der Pufferbohle und an dem unteren
Quereisen des Bühnengeländers der Haltebügel (25) für die
Handbremsspindel angelötet. Dabei ist zu beachten, daß sich die
größere Bohrung unten befindet, der Abstand zum Puffer sollte
ca. 3 mm betragen.
Jetzt kann die Umlenkung montiert werden. Um einen Abstand der
beiden Umlenkwinkel (27) auf etwas über 3 mm zu erreichen (so,
daß die Zugstange 22 dazwischen paßt), können entsprechend
kurze Stücke Messingrohr als Abstandshalter zum Einsatz kommen
(alternativ kann dafür auch Isolierung von dicken Draht oder
anderes geeignetes "Rohrmaterial" zum Einsatz kommen).
Als "Bolzen" sind wieder Schrauben M1,2 vorgesehen.

Anschließend wird die Handbremskurbel vorbereitet. Die folgende
Abbildung zeigt alle Einzelteile.

Die Rundstange der Handbremsspindel (31) wird in die bereits
einseitig angebrachte Sackbohrung in der Gewindespindel (30)
vorsichtig eingelötet. Sollte dabei Lötzinn in das Gewinde
laufen, so ist dieses anschließend wieder freizuschneiden (M2).
Das untere Ende dieser Handbremsspindel wird mit einer Mutter M2
abgeschlossen (Schraubensicherungslack / Löten). Das Ganze wird
nun von unten durch die angelötete Halterung (25) am Unterwagen
gefädelt, dabei wird auch die Gewindespindelmutter (29)
eingeschraubt.

Über die Spindel (31) wird noch ein Schutzrohr (32) geschoben.
Dieses wird nur oben am Bühnengeländer angelötet (dort Kerbe
einfeilen oder anderweitig für eine ausreichende Befestigung
sorgen). Die Länge dieser Teile sind so aufeinander abzustimmen,
daß die Handbremsspindel knapp aus dem Schutzrohr herausragt, so
daß eine Handkurbel (Teile 33 und 34) bündig mit dem Schutzrohr
abschließend aufgesetzt werden kann. Dabei muß man sich
vorsehen, daß kein Lötzinn in das Schutzrohr hinein läuft und
auf diese Weise die Spindel in dem Rohr festgelötet wird. Nun
sollte sich die Handbremsspindel leicht drehen lassen und dabei
kein wesentliches axiales Spiel aufweisen.

Als vorerst letzter Schritt werden die geraden Hängeeisen (26)
mittels kleiner Niete an der Bremsspindelmutter (29) befestigt.
Die gekürzten Niete selbst werden vorsichtig in der Mutter
eingeklebt. Wer Mut und Geschick hat, kann auch versuchen, diese
einzulöten - aber so daß die Hängeeisen leicht beweglich
bleiben.
Nach dem Einsetzen der Achsen in den Unterwagen wird das
Bremsgestänge (20 - 24) in die Hängeeisen am Rahmen
eingehangen. Die abschließende Justage ist denkbar einfach: Die
Gewindespindelmutter ist im Stellbereich unteres Drittel ...
Mitte zu positionieren. Nun wird die Zugstange (22) bei
anliegenden Bremsbacken an den Rädern einfach um den hinteren
Bolzen der Umlenkung eng herum gebogen. Ein Verlöten ist nicht
notwendig.
Fertig. Der komplette Unterwagen kann nun der weiteren farblichen
Behandlung unterzogen werden. Aber Vorsicht mit der Farbe im
Bereich des Spindelgewindes...

© Bommelbahn 2005